Villa de Leyva, Ráquira, La Perikera

Nach ein paar Wochen, die sich hauptsächlich ums Studium und um die Freunde in Bogotá gedreht haben, kam ich letztes Wochenende mal wieder aus der Hauptstadt raus: diesmal ging es mit Felix und Catalina nach Villa de Leyva, einem idyllischen Dörfchen im Kolonialstil, das ca. 200 Km nördlich von Bogotá im Departement Boyacá liegt.

Wir sind mit Bussen gefahren, die in Kolumbien mangels Zug auf weiten Strecken das einzige öffentliche Verkehrsmittel sind. Wenn man sich aber einmal an den etwas risikofreudigen kolumbianischen Fahrstil gewöhnt hat, ist die Busfahrt eigentlich ganz angenehm, weil die Busse relativ sauber und meistens auch bequem sind.

Villa de Leyva besteht ausschließlich aus historischen (oder historisch aussehenden), höchstens zweistöckigen Häusern und hat einen riesigen Dorfplatz mit einer schönen Kirche und einem Dorfbrunnen in der Mitte. Das Dorf lebt vom Tourismus und richtet sein Angebot nach den vielen Ausländern: so gibt es zum Beispiel eine Kneipe, die „Dorfkneipe“ (auf Deutsch) heißt, man bekommt deutsches Bier, italienisches und sogar japanisches Essen.

Wir sind ein bisschen durch die Gässchen Villa de Leyvas geschlendert, haben die Dorfkirche besichtigt und auf dem Dorfplatz ein Bierchen getrunken und uns ansonsten die wunderschöne Umgebung des Dörfchens angeschaut. Sonntagmorgen haben wir ein paar Pferde gemietet und sind dann zu Pozos Azules geritten, künstlich angelegten Teichen, von denen einer in einem wunderschönen blau leuchtet. Der Weg ging durch eine Halbwüste vor der Kulisse einer Bergkette, wir hatten schönes Wetter gute Laune und genossen einfach die Landschaft.

Nachmittags ging’s dann nach Ráquira, einem bunten Dörfchen, das für sein Handwerk berühmt ist. Gekauft haben wir aber nichts, denn die Vielfalt von Farben und Gegenständen waren nach dem Vormittag in der Halbwüste vor allem Reizüberflutung, aber der Weg dorthin war mal wieder ganz anders und auch wieder schön. Die Rückfahrt war dann ein bisschen spannend, weil der Bus, den wir nehmen sollten, einfach nicht erschien und wir mit einem privaten Fahrer zurückmussten, was nicht unbedingt eine gute Idee in Kolumbien ist. Aber wir hatten Glück und sind auf einen anständigen Fahrer gestoßen, der zwar ein bisschen teurer war, aber nicht übermäßig, und uns ohne weitere Ereignisse nach Hause gebracht hat.

Am Montag sind wir dann in den Naturpark La Perikera gefahren, in dem man schön wandern und sich drei Wasserfälle anschauen kann, aber auch eine ganze Reihe anderer Aktivitäten angeboten werden. Leider hatten wir nicht viel Zeit, so dass wir davon nur das „Canopy“ ausprobiert haben, das einem das Gefühl von freiem Fall gibt – ziemlich cool! Ansonsten lädt der Park auch zum Verweilen ein und bietet einem wunderschöne Natur an, für die man sich gern ein bisschen mehr Zeit lassen kann. Was im Übrigen für ganz Boyacá gilt – die Gegend ist wirklich ein Besuch wert!

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