<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>go-out</title>
	<atom:link href="http://blog.daad.de/go-out/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.daad.de/go-out</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 May 2012 07:54:17 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.4</generator>
		<item>
		<title>Die Bewerbung Teil 2</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/05/09/die-bewerbung-teil-2/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/05/09/die-bewerbung-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 May 2012 06:38:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3602</guid>
		<description><![CDATA[Das Auswahlgespräch. Oder: Alles halb so schlimm So, jetzt ist es also soweit, du hast den ersten Teil des Bewerbungsprozesses für die Aufnahme ins Carlo-Schmid-Programm überstanden und die Einladung zum Auswahlgespräch beim DAAD in Bonn kam dir irgendwann in den &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/05/09/die-bewerbung-teil-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Auswahlgespräch. Oder: Alles halb so schlimm<br />
</strong></p>
<p>So, jetzt ist es also soweit, du hast den <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/die-bewerbung-teil-1/">ersten Teil</a> des Bewerbungsprozesses für die Aufnahme ins <a href="http://www.daad.de/ausland/foerderungsmoeglichkeiten/stipendiendatenbank/00658.de.html?detailid=334&amp;fachrichtung=4&amp;land=36&amp;status=1&amp;seite=1">Carlo-Schmid-Programm</a> überstanden und die Einladung zum Auswahlgespräch beim DAAD in Bonn kam dir irgendwann in den letzten Tagen ins Haus geflattert. Glückwunsch! Und: keine Panik, das wird schon. Auch beim DAAD wird nur mit heißem Wasser gekocht.<span id="more-3602"></span></p>
<p><strong>Zunächst: Einzelgespräch</strong></p>
<p>Der mündliche Teil des Auswahlverfahrens besteht aus zwei Teilen, die man an einem Tag (bei mir waren es Vor- und Nachmittag) durchläuft. Zunächst einmal steht das Einzelgespräch auf dem Plan. Dafür sitzt man in einem Raum um die drei Jurymitgliedern (gewöhnlicherweise: jemandem vom DAAD, einem Vertreter einer Internationalen Organisation, einem Hochschulprofessor) gegenüber.</p>
<p><strong>20 Minuten Gespräch</strong></p>
<p>In meinem Gespräch ging es um meinen Lebenslauf, was ich bisher praktika- und berufsmäßig so getrieben habe, welche Schwerpunkte ich im Studium gesetzt habe und weshalb ich gerade zu dieser Organisation (und dieser Abteilung) möchte. Geh also vorher noch einmal deinen Lebenslauf durch, das Motivationsschreiben, das du an den DAAD geschickt hattest. Und schau dir die Webseite der Organisation, bei der du das Praktikum absolvieren möchtest an. Du kannst durchaus aus Fachliches gefragt werden &#8211; <em>be prepared</em>, es ist bestimmt nicht schlecht, wesentliche Fakten und Zahlen des jeweiligen Fachgebiets parat zu haben. Alles in allem dauert das Gespräch 20 Minuten, was wirklich nicht die Welt ist.</p>
<p><strong>Selbstbewusst, nicht überheblich<br />
</strong></p>
<p>Sei selbstbewusst (ohne aufschneiderisch oder überheblich zu wirken) und beantworte auch kritische Fragen klar und überzeugend. Wie <em>das </em>gehen soll? Es hilft, sich vorher zu überlegen, an welchen Stellen im Lebenslauf die Jurymitglieder wohl stutzig werden oder Fragen haben könnten. Das ist kein Grund zu Panik; solange man eine plausible Erklärung für die drei Studienfachwechsel, die zweijährige Pause nach dem Abitur, die Bewerbung bei einer Menschenrechts-NGO als Physiker hat, geht (fast) alles.</p>
<p><strong>Tipp für Nervöse</strong></p>
<p>Tipp für Nervöse: Komm schon ein bisschen früher zu dem Raum, in dem dein Auswahlgespräch stattfinden wird. Wahrscheinlich sitzen / stehen / laufen da schon mehrere weitere Kandidaten nervös herum. Ein nettes Gespräch hilft dir bestimmt, etwas lockerer zu werden; du siehst, dass die anderen Bewerber auch nur &#8220;Normalsterbliche&#8221; sind; kannst schon mal ein bisschen das &#8220;Woher ich komme, was ich mache, weshalb ich dieses Praktikum machen möchte&#8221; üben &#8211; und wirst, wenn du Glück hast, in ein so interessantes Gespräch verwickelt (ging mir mehrmals so), dass du an deine Nervosität gar keinen Gedanken mehr verschwendest.</p>
<p><strong>Tipp für die Supercoolen</strong></p>
<p>Tipp für die Supercoolen, die kein bisschen nervös sind (oder es zumindest nicht zugeben): Mach genau das Gleiche. Viele der Bewerber, die es bis ins Auswahlgespräch geschafft haben, haben schon tolle Sachen gemacht, super Praktika hingelegt, interessante Studienschwerpunkte gesetzt &#8211; das ist die Möglichkeit zum Austausch mit Gleichgesinnten, egal ob du es bis ins Carlo-Schmid-Programm schaffst oder nicht. Und außerdem schaffst du es vielleicht mit deiner Coolness den einen oder anderen nervösen Kandidaten etwas zu beruhigen, das wär doch auch schon was.</p>
<p><strong>Die Gruppendiskussion</strong></p>
<p>Der zweite Teil des Auswahlgesprächs ist eine Gruppendiskussion auf Englisch. Das hört sich beeindruckender an, als es tatsaächlich ist. In meiner Gruppe von fünf oder sechs Teilnehmern konnte nur die Hälfte richtig gut Englisch. Die anderen sprachen zwar auch ziemlich fließend, stockten aber immer mal wieder, machten Grammatikfehler, suchten nach dem passenden Wort. Das heißt: so lange du gut genug Englisch sprichst, um dich auf Hochschulniveau ausdrücken zu können, solltest du hier gut dabei sein.</p>
<p><strong>Kein Fachvortrag, sondern eine intelligente Diskussion</strong></p>
<p>Das Thema ist auch nicht die Welt. In meiner Gruppe war es, soweit ich mich erinnere, die Frage, ob zu lebenslänglichen Haftstrafen Verurteilte tatsächlich bis zum Ende ihres Lebens eingesperrt werden sollten. Also eine ziemlich allgemeine Frage, auf die man sich weder besonders vorbereiten kann noch muss, zu der jeder, der einen Oberstufenkurs in Geschichte, Philosophie oder Sozialkunde besucht hat oder in seinem Leben mal länger als fünf Minuten in den SPIEGEL oder die ZEIT geschaut hat, was sagen kann. Nicht vergessen: Kein Fachdiskurs wird erwartet, sondern eine Diskussion, in der man sich halbwegs intelligent auch zu einem fachfremden Thema äußert.</p>
<p><strong>Worauf es ankommt</strong></p>
<p>Während der Diskussion geht es, das sollte klar sein, nicht darum, wer am meisten zu Wort kommt, vielleicht noch nicht mal, wessen Englisch am geschliffensten, ganz bestimmt nicht, wessen Akzent am authentischsten ist, sondern darum, wie man sich allgemein verhält. Trägt man Relevantes bei, bedenkt man verschiedene Aspekte des Themas, verhält man sich einigermaßen sozialverträglich in der Diskussion mit den anderen, kommt man zum Punkt, diskutiert man zielgerichtet &#8211; all das sind meiner Einschätzung nach Fragen, auf die es ankommt.</p>
<p>Falls du dir deines Englisches nicht ganz so sicher bist, kannst du dich auf die Diskussion sicherlich vorbereiten, in dem zum Beispiel vorher gängige Redewendungen noch einmal durchgehst oder dir gut geschriebene Essays oder Argumentationen durchliest, dir englische Fachbücher oder etwas BBC am Abend gönnst &#8211; oder vielleicht sogar mit Freunden übst.</p>
<p><strong>Viel Glück!</strong></p>
<p>So, und dann, nach einem Tag voller Auswahlgesprächen, hoffentlich vielen neuen Leuten, die du kennen gelernt hast (oder auch nur ein paar) ist der Spuk erst einmal wieder vorbei. Dann heißt es abwarten, und vielleicht klappt es ja, und du schaffst es ins Programm! Viel Glück!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/05/09/die-bewerbung-teil-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Für Vegetarier und diejenigen, die es werden wollen – Ein Blick in die russische Speisekarte</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/fur-vegetarier-und-diejenigen-die-es-werden-wollen-%e2%80%93-ein-blick-in-die-russische-speisekarte/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/fur-vegetarier-und-diejenigen-die-es-werden-wollen-%e2%80%93-ein-blick-in-die-russische-speisekarte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 14:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>russlandrallye</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In 16 Tagen durch Russland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3589</guid>
		<description><![CDATA[von Simon Wordtmann In Deutschland sind es mittlerweile viele. Ob sie nun kein Fleisch mögen oder ihre guten Gründe haben, kein Fleisch zu essen oder diesen Trend einfach nur mitleben wollen. Gut ist es in jedem Fall. Viele andere Länder &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/fur-vegetarier-und-diejenigen-die-es-werden-wollen-%e2%80%93-ein-blick-in-die-russische-speisekarte/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Simon Wordtmann</p>
<p>In Deutschland sind es mittlerweile viele. Ob sie nun kein Fleisch mögen oder ihre guten Gründe haben, kein Fleisch zu essen oder diesen Trend einfach nur mitleben wollen. Gut ist es in jedem Fall. Viele andere Länder finden das aber noch nicht so gut. Russland ist eines davon. Hier eine typische Szene:</p>
<p>An der Kantinentheke frage ich:</p>
<p>Ich: „Ist die Suppe mit Fleisch?“</p>
<p>Bedienung: „Nein, nur mit Hühnchen.“</p>
<p>Ich: „Ich meine, ganz ohne Fleisch.“</p>
<p>Bedienung: „Ahhh, dann haben wir noch diese hier… mit Fisch.“</p>
<p>Ich: „Nein, ich meine ganz ohne Tier.“</p>
<p>Bedienung: „Fasten Sie gerade?“</p>
<p>Ich: „Nein, äähm….“</p>
<p>Und so weiter. Das sind typische Situationen. Aber nach ein bisschen Übung weiß man, wie am besten damit umzugehen ist. Und wie die Fragen am besten zu formulieren sind, ohne dass es Missverständnisse gibt. Manchmal aber hilft auch das beste Formulieren nicht. Denn oftmals will einem nur geholfen werden, z.B. mit wichtigen Hinweisen wie: Man würde ohne Fleisch schwächlich bleiben, krank werden und womöglich keine Frau finden. Das ist gut gemeint, kann aber auch anstrengend sein.</p>
<p>Obwohl Fleisch eine wichtige Rolle in der russischen Küche spielt, findet sich meist eine Lösung: Fast jedes russische Gericht gibt es häufig auch ohne Fleisch. Borschtsch, eine rote Beete-Suppe oder Pilzsuppe. Mit letzterer meine ich aber keine Pulversuppe aus der Tüte, sondern ein aus frischen Pilzen zubereitetes Kunstwerk, dass ich so gut in Deutschland bisher nicht finden konnte.</p>
<p>Salate gibt es immer mehrere zur Auswahl: Olivje, so etwas wie Kartoffelsalat. Vinigret – ein rote Beete-Salat oder Sommersalat aus frischen Gurken und Tomaten.</p>
<p>Hauptgericht ist dann das, was für die Russen maximal Beilage ist: Neben frischem Gemüse gibt es Kartoffeln in allen Varianten: Gekocht, gebraten, püriert. Dann Nudeln und Reis. Und für uns etwas exotischer: Gretschka, Buchweizen. In Deutschland hin und wieder benutzt als Schweinefutter. In Russland eines der alltäglichsten Gerichte und – nach einer gewissen Eingewöhnungszeit – auch mein persönlicher Favorit.</p>
<p>Einen weiteren Vorteil hat die vegetarische Ernährung in Russland. Sie ist unglaublich günstig. Weil man hier weiß, dass sowohl in Kantinen oder Restaurants sowieso (fast) jeder und jede Fleisch bestellt, ist für selbiges der Preis verhältnismäßig hoch angesetzt.</p>
<p>Fazit: Wer also auf Fleisch verzichten möchte, der muss keineswegs auf Russland verzichten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/fur-vegetarier-und-diejenigen-die-es-werden-wollen-%e2%80%93-ein-blick-in-die-russische-speisekarte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Russland: Arm und Reich</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/russland-arm-und-reich/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/russland-arm-und-reich/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 14:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>russlandrallye</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In 16 Tagen durch Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Föderation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3575</guid>
		<description><![CDATA[von Frederik Rother Wenn man mit dem Zug von St. Petersburg nach Moskau fährt, sieht man ganz gut, wie es dem Land geht. Wir sitzen im Sapsan (Russ. für Falke) und neben uns zieht die Landschaft mit 300 km/h vorbei. &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/russland-arm-und-reich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Frederik Rother</p>
<p>Wenn man mit dem Zug von St. Petersburg nach Moskau fährt, sieht man ganz gut, wie es dem Land geht. Wir sitzen im Sapsan (Russ. für Falke) und neben uns zieht die Landschaft mit 300 km/h vorbei. Aber es ist nicht das Russland, das man kennt. Die eine Metropole hinter uns, die andere vor uns, dazwischen sieht man Dörfer. Und die sind vor allem arm.<span id="more-3575"></span></p>
<p>Heruntergekommene Häuser, die hellen Farben vom Holz abplatzend, und ausgetretene, schlammige Wege zwischen den Hütten. Die wenigen Menschen die man sieht, laufen mit schweren Tüten in der Hand, oder wie es scheint einfach so, durch die Ansammlung von Hütten.  Schwer vorstellbar, dass außerhalb unseres doppelt verglasten  Zuges die Menschen noch kein Internet haben und es keine Kanalisation gibt. Dafür Plumpsklos und Dorfgemeinschaft.</p>
<p>Ein großer Teil Russlands ist immer noch arm. Der Schein der Metropolen überdeckt diesen Fakt gerne, aber wenn man im Zug sitzt, sieht man die ungeschminkte Wahrheit. Ich weiß, dass Ideen und Innovationen in den Städten gemacht werden und dass es dauert, bis sich alles in die letzten Winkel dieses riesigen Landes herumgesprochen hat und angekommen ist. Die Dörfer Russlands haben noch einen weiten Weg vor sich.</p>
<p>Aber so arm die Dörfer vielleicht auch sind, desto reicher sind sie an Gemeinschaft und Seele. Ich bin mir sicher, dass man dort Menschen trifft, die voller Erfahrungen sind und gelernt haben, sich in einem entbehrungsreichen, arbeitsintensiven Leben zurechtzufinden. Aber sie fühlen sich wohl und es geht ihnen gut. Und vielleicht ist es das, was dieses Land zu einem der reichsten Länder der Welt macht.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/russland-arm-und-reich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Alarm im Marriot</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/alarm-im-marriot/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/alarm-im-marriot/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 14:44:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>russlandrallye</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In 16 Tagen durch Russland]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3560</guid>
		<description><![CDATA[von Viktoria Morasch Ich versuche mal unsere letzten zweieinhalb Wochen in Russland mit einigen Adjektiven zu versehen: schön, spannend, staubig, spontan und von Zeit zu Zeit auch ganz schön stressig. Der Schlafmangel sammelte sich an, übertrug sich von einem Tag &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/alarm-im-marriot/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Viktoria Morasch</p>
<p>Ich versuche mal unsere letzten zweieinhalb Wochen in Russland mit einigen Adjektiven zu versehen: schön, spannend, staubig, spontan und von Zeit zu Zeit auch ganz schön stressig. <span id="more-3560"></span></p>
<p>Der Schlafmangel sammelte sich an, übertrug sich von einem Tag auf den anderen. Die Kingsizematratzen unseres Kasaner Hotels sollten dem eigentlich endlich entgegenwirken. Liegt man einmal in einem dieser Betten, erfordert es wirklich sehr viel Disziplin, es wieder zu verlassen. Zum Glück hatten wir heute keinen frühen Termin. Um viertel nach sieben heute Morgen aber, sprach plötzlich eine klare Frauenstimme aus dem Fernseher zu mir.</p>
<p>Zuerst auf Russisch, was ich im Halbschlaf nicht einmal verstehen konnte, und dann auf Englisch. Sie sagte etwas von &#8220;Emergency&#8221; und wir sollen das Hotelzimmer sofort über die Notausgänge verlassen. Auf dem Gang warteten Simon, Anja und Frederik mit zerzausten Haaren und Kissenabdruck im Gesicht auf mich. Zusammen gingen wir hinunter und stellten fest: wir waren die einzigen, die diesen Notruf ernst genommen hatten. Einen kurzen Moment standen wir noch verloren herum und gingen dann in die Lobby. Auch dort: nichts Außergewöhnliches. Wir blickten uns fragend um und waren vielleicht etwas peinlich berührt: Die vier Deutschen aus dem 2. Stock waren die einzigen, die sich an die Regeln hielten. Eine Lehrstunde der russischen Mentalität. Wenn auch viel zu früh am Morgen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/alarm-im-marriot/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zur richtigen Zeit am richtigen Ort</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/zur-richtigen-zeit-am-richtigen-ort/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/zur-richtigen-zeit-am-richtigen-ort/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Apr 2012 06:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>russlandrallye</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3568</guid>
		<description><![CDATA[von Simon Wordtmann Erst ein eisiger Winter, dann kommt kurz der Matsch und dann schon der Sommer. Einen richtigen Frühling scheint es hier in Kasan kaum zu geben. Vor ein paar Tagen war es hier noch knapp über Null und &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/zur-richtigen-zeit-am-richtigen-ort/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Simon Wordtmann</p>
<p>Erst ein eisiger Winter, dann kommt kurz der Matsch und dann schon der Sommer. Einen richtigen Frühling scheint es hier in Kasan kaum zu geben. Vor ein paar Tagen war es hier noch knapp über Null und der geschmolzene Schnee floss in Bächen die Straßen hinunter. <span id="more-3568"></span>Das haben wir allerdings gar nicht erlebt, weil wir genau an dem Tag angekommen sind, als das Thermometer auf 20 Grad geklettert ist. Das geht hier ganz schnell. Glück gehabt. Meine Winterjacke schleppe ich also mehr mit mir, als dass ich sie noch bräuchte.</p>
<p>Die Stadt ist hell und warm und sandig. Überall weiße und blaue und grün leuchtende Gebäude. Ein leichter Wind kommt von der Wolga hoch. Der Sand weht durch die Straßen. Moskau scheint schon weit weg und ewig her zu sein. Das Tempo ist hier ein anderes. Weniger Menschen, weniger Autos, bessere Luft. Ich wage es wieder, tief einzuatmen.</p>
<p>Als wir vom Bahnhof in die Stadt hineinfahren, fällt mir als erstes die große Moschee auf, die aus dem Kreml türkis und weiß in den Himmel ragt. Das ist eine Mischung, die ihresgleichen sucht. Man denke nur an die vielen Diskussionen in Deutschland, wenn es jemand wagt, eine neue Moschee zu planen. Hier scheint das zu gehen. Auch wenn es sicherlich Konflikte gibt, die unter der Oberfläche liegen und auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.</p>
<p>Ich habe jedenfalls vom ersten Moment an ein gutes Bauchgefühl hier. Wer sich für ein Studium tiefer im Landesinnern entscheidet, für den ist Kasan sicherlich eine Option. Für uns ist es die dritte und letzte Etappe unserer Reise durch Russland. Die Kräfte schwinden langsam, das Interesse ist nach wie vor groß, das Programm voll. Gleich treffen wir tatarische und russische Studenten der Staatlichen Universität Kasan, der drittältesten Uni Russlands…</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/25/zur-richtigen-zeit-am-richtigen-ort/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Bewerbung Teil 1</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/die-bewerbung-teil-1/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/die-bewerbung-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer Eggert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3556</guid>
		<description><![CDATA[Die schriftliche Bewerbung. Oder: Papierkram Dass das Carlo-Schmid-Programm eine tolle Sache ist, hatten wir in meinem letzten Blogartikel geklärt. (Nicht mitbekommen? Schon vergessen? Hier könnt ihr&#8217;s noch mal nachlesen.) Heute soll es, wie im letzten Artikel besprochen, um die Bewerbung &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/die-bewerbung-teil-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die schriftliche Bewerbung. Oder: Papierkram</strong></p>
<p>Dass das Carlo-Schmid-Programm eine tolle Sache ist, hatten wir in meinem letzten Blogartikel geklärt. (Nicht mitbekommen? Schon vergessen? <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/03/19/das-carlo-schmid-programm/">Hier</a> könnt ihr&#8217;s noch mal nachlesen.) Heute soll es, wie im letzten Artikel besprochen, um die Bewerbung selbst gehen.<span id="more-3556"></span></p>
<p><strong>Gefühlte drei Kilo Papier</strong></p>
<p>Anders als bei manch anderer Bewerbung ist beim Carlo-Schmid-Programm der erste Schritt der aufwendigste. Man muss wirklich eine ganze Masse an Unterlagen einreichen, Auflistungen erbrachter Studienleistungen, Zusammenfassungen von relevanten Seminararbeiten, Lebenslauf, Motivationsschreiben &#8230; und alles in Englisch und Deutsch UND in dreifacher Ausfertigung. Ich habe damals, ungelogen, gefühlte drei Kilo Papier zur Post gebracht und konnte danach erst mal wieder richtig viel Geld auf meine Kopierkarte laden.</p>
<p><strong>Rechtzeitig beginnen zahlt sich aus</strong></p>
<p>Wegen des enormen Aufwands lohnt es sich, mit der Bewerbung rechtzeitig zu beginnen. Nicht, weil es ausgesprochen schwierig wäre, sich zu überlegen, weshalb man denn gerne Geld und ideelle Unterstützung für ein Praktikum im Ausland hätte (Motivationsschreiben) oder sich daran zu erinnern, was man denn so studiert hat in den letzten zwei, drei, vier Jahren (Scheinauflistung), sondern weil man a) den Aufwand leicht unterschätzt und die Bewerbungsfrist schließlich einzuhalten ist und b) Formfehler dazu führen, dass die Bewerbung gleich zu Beginn schon aussortiert wird &#8211; und im Papierkorb landet.</p>
<p><strong>Programmlinie A</strong></p>
<p>Es gibt zwei Programmlinien für die man sich bewerben kann. A oder B. Bei Programmlinie A sucht man sich selbst einen Praktikumsplatz, sendet mit den Bewerbungsunterlagen eine Kopie der Korrespondenz mit der jeweiligen Organisation, die belegt, dass man sich beworben hat, an den DAAD. Zwei Wochen vor dem Auswahlgespräch (zu dem man hoffentlich eingeladen wird) muss eine Bestätigung über die Praktikumszusage nachgereicht werden.</p>
<p><strong>Hartnäckig sein (aber freundlich!)</strong></p>
<p>Achtung: Bei vielen Internationalen Organisationen lässt die Kommunikation insofern etwas zu wünschen übrig, als dass man mitunter ziemlich lange auf eine Antwort warten kann &#8211; falls denn überhaupt eine kommt. Hier heißt es: hartnäckig sein. Wer dran bleibt, (freundlich!) nachfragt, (ein bis zwei Wochen nach Versenden der ersten E-Mail) noch mal eine Erinnerungsmail schreibt oder auch mal anruft, zeigt nicht nur, dass er ernsthaft an der Mitarbeit in der betreffenden Organisation interessiert ist, sondern auch, dass er weiß, wie professionelle Kommunikation funktioniert.</p>
<p><strong>Programmlinie B</strong></p>
<p>Wem die Mühe, sich selbst um einen Praktikumsplatz zu kümmern, zu viel des Guten ist, dem bleibt Programmlinie B. Hier bewirbt man sich auf eine Reihe von ausgeschriebenen Stellen, die auf der Webseite des DAAD aufgelistet ist. Nachteil: Die Stellen sind teilweise recht spezifisch und passen nicht immer 100% aufs eigene Profil, vielleicht ist das Land oder die Stadt, in der man gerne sein Praktikum absolvieren möchte, gar nicht mit auf der Liste. Außerdem ist die Bewerber-Stellen-Ratio bei einigen begehrten Stellen weitaus ungünstiger als in der Programmlinie A.</p>
<p><strong>To do</strong></p>
<p>Das heißt, zu erledigen wäre, in genau dieser Reihenfolge: (1) sich für Programmlinie A oder B entscheiden, (2) gegebenenfalls eine (oder mehrere) potentielle Praktikumsorganisation kontaktieren, am besten schon im Dezember oder Januar, (3) Irgendwann im Februar Scheinauflistungen besorgen, Formulare ausfüllen, Motivationsschreiben verfassen, Lebenslauf aktualisieren, (4) Unterlagen auf Flüchtigkeitsfehler Korrektur lesen &#8211; und am besten auch noch einmal jemanden draufschauen lassen, (5) Alles dreifach drucken, (6) Ab zur Post damit &#8211; bis zum 1. März muss alles beim DAAD sein.</p>
<p><strong>Vorbereitung auf das Gespräch &#8211; beim nächsten Mal!</strong></p>
<p>Nach Eingang der Bewerbung erhält man vom DAAD eine Bestätigung, so dass man zumindest weiß, dass die Sachen gut in Bonn angekommen sind. Dann heißt es erst mal: abwarten und Tee trinken, und sehen, ob man zum mündlichen Auswahlgespräch nach Bonn eingeladen wird. Wie man sich auf dieses vorbereiten kann und wie das überhaupt abläuft, so ein Bewerbungsgespräch für das Carlo-Schmid-Programm &#8211; dazu mehr beim nächsten Mal.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/die-bewerbung-teil-1/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zugfahren</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/zugfahren/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/zugfahren/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>russlandrallye</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In 16 Tagen durch Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Föderation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3463</guid>
		<description><![CDATA[von Viktoria Morasch Die letzte Nacht verbrachten wir vier im Zug. Wir haben Moskau, Stress, Lärm und Lichter hinter uns gelassen und sind durch die dunkle russische Weite gebrettert. Das lustige in Russland ist, dass sich die Leute gut auf &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/zugfahren/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Viktoria Morasch</p>
<p>Die letzte Nacht verbrachten wir vier im Zug. Wir haben Moskau, Stress, Lärm und Lichter hinter uns gelassen und sind durch die dunkle russische Weite gebrettert. Das lustige in Russland ist, dass sich die Leute gut auf so eine Zugfahrt vorbereiten. Es werden Essen , Vodka und die richtigen Sakuski gekauft. Sakuski sind kleine Dinge, die man zum Vodka ist. Die Auswahl ist groß: Essiggurken, Wurst, Käse, Brot und alles, in das man sonst mit einem genüsslichen &#8220;och!&#8221; beißen kann. Betritt man den Zug, ist es, wie wenn man zu Freunden nach Hause kommt. Schuhe ausziehen ist Pflicht, am besten entledigt man sich aller unbequemen Dinge. Und natürlich: Tapatchki. Hausschuhe. Nein, eigentlich sehr liebevoll &#8220;Hausschühchen&#8221;genannt. Zugfahrprofis fühlen sich in kürzester Zeit wirklich wohl in ihrem kleinen Abteil. Der russischen Tradition folgend, ging es uns auch sehr schnell gut. Und nachdem wir uns mit Essen und Trinken versorgt hatten, wiegte uns das Wackeln des Zuges auch schon in den Schlaf. Die Birkenwälder, an denen es uns vorbeitrug, konnten wir nur erahnen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/zugfahren/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Samstag in Moskau</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/ein-samstag-in-moskau/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/ein-samstag-in-moskau/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>russlandrallye</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In 16 Tagen durch Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Föderation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3561</guid>
		<description><![CDATA[von Simon Wordtmann Moskau haben wir hinter uns. Die Stadt, in der es „einfach alles gibt, was sich die Menschen je ausgedacht haben“, wie ein Bekannter mir sagte. Der letzte Tag hat mir noch einmal die ganze Spannweite der russischen &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/ein-samstag-in-moskau/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Simon Wordtmann</p>
<p>Moskau haben wir hinter uns. Die Stadt, in der es „einfach alles gibt, was sich die Menschen je ausgedacht haben“, wie ein Bekannter mir sagte. Der letzte Tag hat mir noch einmal die ganze Spannweite der russischen Gesellschaft gezeigt. Da war diese Demonstration im Zentrum, auf der geschätzt 300 Menschen anwesend waren. Ich habe bis jetzt nicht komplett verstanden, wer sich da eigentlich versammelt hat. „Wir brauchen kein Russland im Ausverkauf, wir brauchen eine heilige Rus“, sagte eine Frau dem Reporter vom WDR. Ikonen wurden hochgehalten. Ein Redner hieß es gut, dass in St. Petersburg so entschieden gegen Homosexuelle vorgegangen wird. Das war vermutlich das eine, das ultrakonservative Ende der russischen Gesellschaft.</p>
<p>Wenige Hundert Meter weiter, in einem Park, ist von dieser Stimmung nichts zu spüren. Die Menschen wandeln umher: teilweise sehr stilvoll und teuer gekleidet, teilweise in bunten, einfachen Klamotten. Jeder wie  er will. I-Phones und I-Pads sieht man hier sogar öfter als bei uns. Das sind nämlich hier neben Autos und Uhren Statussymbole,– noch stärker als in Deutschland. Drei junge Männer jonglieren kunstvoll mit Flaschen, vielleicht bereiten sie sich auf ihre Prüfung als Barkeeper vor. Jugendliche sitzen auf der Bank, fotografieren sich und trinken Bier.</p>
<p>Die Stimmung ist an diesem Samstag in Moskau zum ersten Mal, ja ich wage das Wort in den Mund zu nehmen, entspannt. Weniger Lautstärke, weniger Lärm, weniger Geschwindigkeit.</p>
<p>Aber das wird nicht lange so gehen. Bald schon wird der Puls der Stadt wieder steigen, dann kommt wieder die Anspannung. Aber dann sind wir schon viel tiefer im Innern des Landes, ungefähr 800 km östlich von Moskau, in Kasan, der Hauptstadt Tatarstans. Der Zug wartet schon.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/ein-samstag-in-moskau/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Moscow never sleeps! Will you sleep with me?</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/moscow-never-sleeps-will-you-sleep-with-me/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/moscow-never-sleeps-will-you-sleep-with-me/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:18:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>russlandrallye</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In 16 Tagen durch Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Föderation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3549</guid>
		<description><![CDATA[von Frederik Rother Unser Hotel verwandelt sich in den Abendstunden. Von einer guten städtischen Unterkunft in eine hedonistisch angehauchte Spielwiese. Wir nutzten den gestrigen Abend, um in der kleinen Lobby, die es auf jeder Etage gibt, den heutigen Radiobeitrag vorzubereiten. &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/moscow-never-sleeps-will-you-sleep-with-me/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Frederik Rother</p>
<p>Unser Hotel verwandelt sich in den Abendstunden. Von einer guten städtischen Unterkunft in eine hedonistisch angehauchte Spielwiese. Wir nutzten den gestrigen Abend, um in der kleinen Lobby, die es auf jeder Etage gibt, den heutigen Radiobeitrag vorzubereiten. Im Laufe des Abends nahm das Begängnis dort immer mehr zu.</p>
<p>Es war gegen 23 Uhr. Zuerst kam ein Mann, vielleicht um 40, Anzug, die Treppe hochgewankt. Er hatte schon viel Mühe sein Zimmer zu erreichen, ohne gegen die Wände zu laufen. Geschafft. Kurz darauf folgte ihm ein weiterer, auch sichtlich angetrunkener, Typ auf das gleiche Zimmer. Es gab wohl noch was zu besprechen.</p>
<p>Einige Minuten später kamen aus dem Zimmer nebenan zwei hübsche Russinnen stolziert. Kichernd und gut drauf gingen sie zum Fahrstuhl. Wir grüßten uns noch. Genau diese beiden Damen kamen knapp 30 Minuten später wieder zurück, allerdings sichtlich angeheiterter als zuvor. Nun gut.</p>
<p>Was passiert im vierten Stock? Dort wohnt Anja, ich hatte ihr kurz zuvor Hallo gesagt. Am Ende des Flurs wird ein Bett auf seine Belastungsfähigkeit getestet. Man hört es, aber das ist nicht schlimm. Im Gegensatz zu dem Telefongespräch, das Simon und Anja einen Abend vorher im Nebenzimmer mithören konnten. Der prägendste Satz war wohl ein in das Telefon gebellte: &#8220;Ruf mich nie wieder an, wenn du Geld brauchst!&#8221;Aber jeder kann hier ja machen, was er will.</p>
<p>Ab in die Bar. Wir brauchten noch ein Bier. Zum Glück hat die Bar 24 Stunden geöffnet. Und das Stella war perfekt gezapft, was man bei 6 Euro für 0,5 aber auch erwarten kann. Die Bar ist ihr eigener Kosmos: gemütlich, gedimmtes Licht, schwere Ledersessel, Rauchen erlaubt. Hinter uns ein etwas älterer, verlebter Typ mit einer jungen, hübschen Frau am Tisch. Über uns der intensivste 90er-Jahre-Mix den wir seit langem gehört haben. Dieser läuft den ganzen Tag, vom Frühstück angefangen bis in die Nacht. An der Wand laufen russische Action-Filme, es sind viele Waffen zu sehen.</p>
<p>Und jetzt? Unser Hotel ist sauber, gut gelegen und hat ein ansprechendes Niveau. Andererseits bringt die Nacht hier viel Skurriles mit sich und es macht Spaß das zu beobachten. Es ist alles ein bisschen so, wie ich mir den wilden Teil Russlands Anfang der 90er vorstelle: verraucht, verrucht, verlebt. Mit allen Möglichkeiten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/23/moscow-never-sleeps-will-you-sleep-with-me/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Überall angefangene Geschichten</title>
		<link>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/19/uberall-angefangene-geschichten/</link>
		<comments>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/19/uberall-angefangene-geschichten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 06:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>russlandrallye</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[In 16 Tagen durch Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Russische Föderation]]></category>
		<category><![CDATA[Vorbereitung d. Auslandaufenthaltes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.daad.de/go-out/?p=3531</guid>
		<description><![CDATA[von Simon Wordtmann Wenn ich durch Moskau gehe, dann erinnere ich mich manchmal an ein Gedicht von Tucholsky. Eines, das wahrscheinlich viele aus dem Deutschunterricht kennen. Solange es Großstädte gibt, wird es dieses Gedicht geben. Die letzten Verse lauten: „Zwei &#8230; <a href="http://blog.daad.de/go-out/2012/04/19/uberall-angefangene-geschichten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Simon Wordtmann</strong></p>
<p>Wenn ich durch Moskau gehe, dann erinnere ich mich manchmal an ein Gedicht von Tucholsky. Eines, das wahrscheinlich viele aus dem Deutschunterricht kennen. Solange es Großstädte gibt, wird es dieses Gedicht geben. Die letzten Verse lauten:</p>
<p>„Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,<br />
die Braue, Pupillen, die Lider.<br />
Was war das?<br />
Von der großen Menschheit ein Stück.<br />
Vorbei, verweht, nie wieder.“</p>
<p>Kann ja sein, dass Tucholsky eine bestimmte Frau meinte, als er das Gedicht schrieb. Ich finde aber, dass hier von allen möglichen Begegnungen die Rede sein kann, die nur Sekunden dauern. Vom heutigen Tage ist mir eine Begegnung ganz besonders im Kopf geblieben. Es ist in der U-Bahn, Station Belorusskaja. Hunderte Menschen drängeln sich an den Rand des Bahnsteigs. Neben mir macht es klick. Es ist ein Klick, der von einem Handy kommen muss, das auf den Boden fällt. Doch dann noch ein Klick. Das Handy war über den Rand gerutscht und auf die Schienen gefallen. Ein etwa 60-jähriger Mann in einer hellen Jacke dreht sich ungläubig zu mir und sieht mich erschrocken und hilflos an. Kurz denke ich nach, ob ich schnell runterklettern und das Handy holen kann. Auch der Mann beugt sich über den Rand. Im selben Augenblick erstrahlen zwei runde Lichter und der Zug rauscht heran.</p>
<p>Als der Zug zum Stehen kommt, werde ich in den Waggon gedrängt. Auch der Mann will sich in Bewegung setzen und einsteigen. Doch dann bleibt er stehen. Die Türen schließen sich. Der Zug rauscht los und durch die Menschenmenge sehe ich noch, wie er sich hilfesuchend umschaut. Wie gern hätte ich erfahren, wie es für ihn weiter geht. Holt er Hilfe oder klettert er gar selber auf die Schienen? Oder steigt er enttäuscht in die nächste Metro?</p>
<p>Das sind Geschichten, von denen uns nur ein winziger Ausschnitt erzählt wird. Sie passieren überall. Wie sie weitergehen, können wir uns nur vorstellen. Moskau. Ich selber war nie in einer Stadt, in der es so viele Menschen gibt. Wo so viele Geschichten anfangen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.daad.de/go-out/2012/04/19/uberall-angefangene-geschichten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

